birdy’s DIY-Hochzeit: Einladung

So, und weiter geht es mit der Hochzeit und dem ganzen DIY Ding: Was wäre eine echte DIY-Hochzeit ohne selbstgedruckte Einladungskarten?

Im August 2013 haben unsere Freunde Elisa und Felix eine fulminante Gartenhochzeitsparty geschmissen. Die Einladung dazu hat Elisa selbst gemalt und ich fand sie so schön, dass sie nun dauerhaft unsere Flurwand ziert. Eine Einladung, die gleichzeitig ein kleines Kunstwerk ist – sowas wollte ich auch machen! Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich auf die Linoldruck-Idee gekommen bin. Ursprünglich hatten wir über Scherenschnitt- oder Pop-Up-Karten nachgedacht. Doch irgendwann dann hatte ich den kongenialen Einfall, die Karten selbst zu drucken (geringfügiger Alkoholeinfluss mag mit eine Rolle gespielt haben). Schließlich war ich da früher in der Schule echt gut darin! Also damals, vor ca. 572 Jahren… Meine Eule war skeptisch (zurecht!), hat sich aber meinem Selbstmach-Wahn wohl oder übel gebeugt.

Einladung klein Linol Druck klein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mai 2014, wir machen uns auf zum Boesner und kommen wieder raus mit: Einem Farbkonzept für unsere Hochzeit (blau, Ocker, kupfer), einem Stapel Blankokarten und passenden Umschlägen aus Büttenpapier (leider ohne die Geistesgegenwart vorher die Gästeliste zu checken um zu wissen, wie viele wir genau brauchen; weitere Karten zwei Wochen später nachgekauft) und einem selbst zusammengestellten Linoldruck-Startkit mit einer Farbwalze (zwei Wochen später eine zweite nachgekauft…), Linolplatten (zwei Wochen später noch ein paar nachgekauft…), Schnitzbesteck und Linoldruck-Farbe (nein, die hat tatsächlich gereicht!).

Wir haben uns für ein Motiv in drei Layern entschieden: möglichst plakativer und heller Hintergrund, eine mittlere Ebene mit mehr Details in einem dunkleren Blauton und einem Vordergrund mit großen Objekten in Kupfer. Ich habe mehrere Skizzen für jede Lage gemacht und diese dann auf Transparentpapier übertragen, um die Wirkung der einzelnen Schichten miteinander besser abschätzen zu können. Ich war im Nachhinein ziemlich positiv von dem Ergebnis überrascht!

Einladung

Wie so ein Linoldruck im Detail funktioniert, zeige ich euch auch bald mal in einem neuen Post. Was ihr auf dem Bild nicht so gut erkennt: Die Pusteblume im Vordergrund haben wir mit kupferner Farbe gedruckt, sie glänzt also leicht.

Wie ihr seht, haben wir die Karte ganz schlicht gehalten und ganz bewusst auf Text verzichtet. Wenn Einladungs- oder Glückwunschkarten ein besondern schönes Motiv haben, dann finde ich jedweden Text absolut überflüssig. Was ich mit der Karte sagen will, steht eh drinnen und ohne Text auf der Vorderseite kann ich das schöne Motiv einfach in nen Rahmen packen und mir an die Wand hängen, als Lesezeichen verwenden oder was auch immer dekoratives damit machen.

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  5 comments for “birdy’s DIY-Hochzeit: Einladung

  1. 13.02.2015 at 06:36

    Ich finde die Karte ist super geworden. Kompliment. Ich habe mich als Kind auch mal im Linoleum schnitzen ausprobiert. Bei mir hat das nur mit einem sehr, sehr blutigen Daumen geendet.

    • 13.02.2015 at 12:14

      Danke! Ich war selbst einigermaßen überrascht 😉 Und daran denken: immer schön vom Körper weg schnitzen – im Idealfall auch Hund, Kind oder Ehepartner in Sicherheit bringen!

  2. Cornelia Stroh
    03.06.2017 at 10:58

    Hab vor ein paar Tagen auf der Suche nach Linoldruck im Internet Deinen blog entdeckt.
    Wow, gratuliere zu dieser tollen Idee! Du hast echt Talent!!! und solltest das weitermachen, denn Du kannst wirklich gut malen!!!
    Kannst Du mir schreiben, von welcher Firma diese Linoldruckfarben kommen? Ich kenne nur die Schmincke-Tuben, aber die sind so klein (20ml) und haben eine Metallverpackung – was ich nicht so toll finde.
    Statt Linolplatte verwende ich den “carving block” von factis ( gibt es bei Buttinette und kommt aus Spanien). Er ist blau und wirkt wie ein Radiergummi – ist weicher als Linolplatte. Die Finger werden beim Schneiden nicht so leicht verletzt. Gibt es auch in verschiedenen Grössen!
    Liebe Grüsse, Cornelia

    • 03.06.2017 at 12:07

      Hallo Cornelia! Freut mich, dass meine Anleitung dir gefällt. Dir Farbe die ich verwende ist von “Schmincke” und nennt sich “College Linol Linoprint”. Das war ein 4er Set mit den Grundfarben und die lassen sich sehr gut mischen. Zusätzlich habe ich eine große Flasche weißer Farbe gekauft, die ist von “Tuga”, was wohl eine Hausmarke von boesner ist, dem Künstlerbedarf bei dem ich immer einkaufe.
      Die blauen Platten kenne ich auch, die lassen sich wirklich sehr einfach schneiden, aber die benutze ich hauptsächlich für Stempel, für größere Flächen sind die mir zu weich. Machst du damit auch große Drucke?

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